Freie Presse Stollberg:

Oelsnitz: Von Gospel bis Rock

"Wild Roses Crew" gastiert in Oelsnitzer Stadthalle


In der gut gefüllten Christuskirche trat am Samstag die "Wild Roses Crew" aus Dresden auf. Die "Wild Roses Crew", das sind zirka 30 Sänger zwischen 17 und 45 Jahren, die sich in keine Schublade zwängen lassen wollen. 1988 von ungefähr 15 Mitgliedern des Universitätschores Dresden gegründet, spielten sie 10 Jahre lang als "Gospel Train Dresden". 1997 übernahm Matthias Thomser die musikalische Leitung. Die Änderung und Erweiterung des Repertoires führte 1999 dann zur Umbenennung in "Wild Roses Crew".

Das Programm des Chores umfasst verschiedenste Musikrichtungen: Gospel, Spirituals, Soul, Jazz, Art und Rock. Und doch bietet sich dem Zuhörer durch alle Titel hindurch ein ausgesprochen homogenes Klangbild. Ein zentraler Grund dafür ist zweifellos die Tatsache, dass fast sämtliche Arrangements von Matthias Thomser, dem musikalischen Leiter der Gruppe, erarbeitet werden und seine persönliche Note tragen, den Stil der "Wild Roses Crew" eben. Stimmlich stach besonders Claudia Gundlach (Alt) hervor.

Von ihrer ausgebildeten Stimme lebte zum Beispiel "In this Heart" von Sinead O'Connor, ein Lied, bei dem Claudia Schulz (Sopran), Jakob Thomser (Tenor) und Stefan Geißler (Bass) als weitere Solisten glänzten. Besonders ansprechend waren oft jene Arrangements, bei denen die eigenwillige Instrumentierung voll zum Tragen kam. Die Instrumentierung wurde komplettiert durch Jakob Thomser (Percussion), Stefan Geisler (Orgel) und Matthias Thomser (Keyboard).

Das Publikum forderte mit stürmischen Beifall zwei Zugaben, ehe es den Chor gehen ließ. Eine Begeisterung, wie sie wohl gewesen sein mag, als sich nach einem Auftritt in der methodistischen Kirche Lößnitz der dortige Pfarrer entschloss, ein ähnliches Musikprojekt vorzubereiten. Dafür werden noch Leute gesucht. Wer mitmachen will, der kann sich melden unter matthias-messias-thomser@gmx.de.

(CZD)

25.4.2004